Freitag, 29. März 2013

Lücken im April

Für den Autoren dieser Zeilen geht es heute zum Paaspop nach Schijndel, Niederlande, in der Hoffnung, viele gute Bilder von Musikern unterschiedlichster Stilrichtungen zu machen. Für die Niederlande ist das Paaspop (Osterpop) der offizielle Start in die Open-Air-Saison - doch die Zelte werden in diesem Jahr wohl rar sein.

Für das Projekt steht der April vor der Tür und in der nächsten Woche werde ich einen Überblick geben, was in dem Monat so alles ansteht. Hinweisen möchte ich allerdings auf die Lücken im Festivalplan, für die wir gern noch Fotografen akkreditieren möchten, darunter

* das Women of the World Musik-Festival in Frankfurt, das am 5. April beginnt und Konzerte über eine Woche bringt
*  der Popsalon in Osnabrück
* das Dark Munich Festival in München und
* das Hexentanz Open Air in Losheim am See

Natürlich sind wir offen für weitere Vorschläge - beteiligt euch einfach am Festivalplan und tragt euch sowie interessante Events ein.

P.S.: So langsam füllt sich auch der Bilderbestand zum e-tropolis Festival, das letzte Woche stattfand.

Mittwoch, 27. März 2013

Zitate aus dem Fotograben

Am letzten Samstag fand das e-tropolis in Berlin statt, zu dem ich gemeinsam mit Adi@dmp als Fotograf akkreditiert war. Bislang bin ich leider noch nicht dazu gekommen, den Bilderpool zu sichten und zu bearbeiten und das kann auch noch etwas dauern. Damit die Wartezeit nicht zu lang wird, hier ein paar spannende Aussagen zu Festivalfotos von professionellen Kollegen:

* "90% sind Ausschuss - das Licht ist einfach zu mies." (naya, meine Kamera konnte im C-Club zumindest mit 1/30 bei ISO 1250 arbeiten ...)
* "Jetzt sind 32 GB voll - wenn ich 6 gute Bilder pro Band habe, bin ich zufrieden." (wie oben - ich bin gespannt, ob ich auf einen ähnlichen Schnitt komme)
* "Flutlichter - Der Lichttechniker hat ein Herz für Fotografen"
* "Die letzte Band - mir tun die Füße weh"

Als Fotografenneuling war das e-tropolis dann allerdings auch noch in anderer Hinsicht spannend. Zum ersten Mal war ich nicht auf einem Konzert und habe Fotos gemacht - nein: Ich war fotografieren und war dabei auf einem Konzert. Das bedeutete hier vor allem, dass man versuchte, jeweils zum Bandstart für die ersten drei Songs in den Graben zu kommen (im kleinen C-Club sehr eng in teilweise drei Reihen hintereinander), danach noch ein wenig zuhören und Fernbilder machen konnte und dann nach spätestens der Hälfte des Auftritts zur anderen Halle hastete, um dort wieder pünktlich zum Start in den Graben zu steigen. Die Musik tritt dabei sehr schnell in den Hintergrund und wird phasenweise einfach nur zu einem begleitenden Hämmern.

Die zweite Erfahrung steht mir jedoch noch bevor: Auf meiner Platte stapelt sich eine 4-stellige Anzahl Bilder von insgesamt 9 Bands, die gesichtet, sortiert und bearbeitet und danach hochgeladen, kategorisiert und eingebaut werden müssen. Bei der Annahme, dass 10% verwendbar sind, muss ich etwa 900 Bilder rausschmeissen - was fast mehr Arbeit ist als die 100 brauchbaren zu bearbeiten. Einige Stunden Arbeit sind vorprogrammiert - aber am kommenden Wochenende ist ja Ostern, wobei ich dann auf dem dreitägigen Paaspop rumrennen werde, ein paar Fotos machen ....

Elmar Schmidt von Centhron (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung)

Sonntag, 17. März 2013

Der Technikpool

Einer der Grundpfeiler des Projekts Festivalsommer ist die Verfügbarkeit einer technischen Ausstattung, die auf die Festivalfotografie zugeschnitten ist. Dies wird gewärleistet über einen projekteigenen Technikpool, der allen Teilnehmer des Projekts zur Verfügung gestellt werden kann. Den Kern des Pools bilden drei digitale Fotoapparaten mit lichtstarken Teleobjektiven, ergänzt durch jeweils ein Kitobjektiv, zwei Einbeinstativen mit Kugelkopf sowie diversem Zubehör (Karten, Ersatzakkus, Fototaschen, UV-Filter)

Die Kameras und Objektive wurden im Vorfeld ausgewählt und von Wikimedia Deutschland und den Initiatoren eingekauft, sie stehen den Teilnehmern des Projekts zum Verleih auf Anfrage zur Verfügung und gehen nach Abschluss des Projekts in den allgemeinen Technikpool von Wikimedia Deutschland über.

Und damit jeder weiß, worüber wir reden:

Nikon D90 mit Nikon 70–200/2.8 G VR II ED S (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung)

Es stehen zwei Nikon-Sets zur Verfügung, die jeweils aus einer Spiegelreflexkamera Nikon D90 mit einem Kitobjektiv 18–105 sowie einem lichtstarken Teleobjektiv  Nikon 70–200/2.8 G VR II ED S (incl. B+W UV-Filter) ausgestattet sind.

Canon EOS 7D mit Canon EF 70–200/2,8 IS L USM II (Foto: Achim Raschka, CC-by-sa 3.0, Bildbeschreibung)
Hinzu kommt ein Canon-Set bestehend aus einer Spiegelreflexkamera Canon EOS 7D mit Kitobjektiv 18–135 IS  und dem Teleobjektiv Canon EF 70–200/2,8 IS L USM II. 

Alle drei Sets werden mit einem Fotorucksack Kata 3N1-22 DL verliehen (der aufgrund des großen Teleobjektives zwar recht knapp, aber kompakt ist), hinzu kommt diverser Kleinkram wie Fotokarten, Filter und Ersatzakkus. Separat verliehen werden die beiden Einbeinstative Cullmann Magnesit 560 mit Kugelkopf Bilora 2258.

Samstag, 2. März 2013

Der Frühling kann kommen - der Festivalsommer im März

So langsam schmelzen auch die letzten Schneereste zusammen und nach unbestätigten Meldungen hat sich auch die Sonne in einigen Teilen Deutschlands gezeigt - der Winter befindet sich offensichtlich auf dem Rückzug und so langsam darf der Frühling Einzug halten.

Mit dem Frühjahrsbeginn steht nun auch die Festivalsaison langsam in den Startlöchern und bietet im März die ersten zumindest teilweise im Freien stattfindenden Events. Auch im Wikipedia-Festivalsommer geht es entsprechend los - nach dem bereits im Januar erfolgten Besuch des Heidelberger Frühlings stehen in den kommenden Wochen einige sehr spannende und auch sehr verschiedene Festivals auf dem Programm der Teilnehmer, für die das Projekt akkreditiert wurde. Hier mal die Vorstellung des ersten Quartetts:

Hanse Song Festival 2003
Starten wird der März am kommenden Wochenende im Norden Deutschlands - am 9. März findet in Stade das Hanse Song Festival statt. Das eintägige Festival präsentiert an fünf Veranstaltungsorten Konzerte von Pohlmann, Cäthe, Kristofer Åström, Wolke, Tim Neuhaus und weiteren Musikern der Popszene. Für den Autoren der Zeilen besonders spannend ist der Auftritt der schwedischen Band Hellsongs, die sich eigentlich bereits 2011 auflösen wollte und bekannt wurde für ihre "Hippie"-Coverversionen bekannter Metalsongs.

Kristofer Åström in Berlin 2007 (Foto: Daniel Pirsch, CC-by-sa 3.0; Bildbeschreibung)

e-tropolis 2003
Eine vollständig andere Musikrichtung schlägt das e-tropolis in Berlin ein, über das in diesem Blog bereits berichtet wurde. Das Festival konzentriert sich auf Elektro-Musik und präsentiert Bands wie die Deutsch-Amerikanische Freundschaft, auch bekannt als DAF, Covenant, Welle: Erdball, Leæther Strip und Melotron, die seit den 1990ern zu den Größen der Schwarzen Szene zwischen elektronischem Minimalismus, EBM und Post-Industrial-Klängen gehören. Hinzu kommen Bands wie Centhron, [X-Rx], Solar Fake und Noisuf-X.

Solar Fake bei der Castle Party Bolków 2009 (Foto: Lilly M, CC-by-sa 3.0; Bildbeschreibung)
 Paaspop 2003
Das Paaspop (zu deutsch "Osterpop") war das erste Festival, für das im Rahmen des Festivalsommers eine Akkreditierung vorlag. Es ist zugleich das erste größere Event in diesem Rahmen, bei dem im letzten Jahr 150 Künstler auf 13 Bühnen auftraten und mehr als 50.000 Besucher beschallten. Das Spektrum der Künstler im Jahr 2003 reicht dabei von Comedians über nationale und international bekannten DJs bis hin zu Pop-, Rock-, Hip-Hop- und Metalkapellen. Headliner sind dabei unter anderen Skunk Anansie, Black Rebel Motorcycle Club und Caro Emerald. Vor allem niederländische Künstler wie Blaudzun, Kraantje Pappie oder Kane, aber auch die Belgier von Goose oder die Berliner Berlinski Beat runden das Programm ab.

Skin von Skunk Anansie beim Razzmatazz 2011 (Foto: alterna2, CC-by-sa 2.0; Bildbeschreibung)
 
Ragnarök Festival 2013
Die Ragnarök ist die Sage von Geschichte und Untergang der Götter und vom Weltuntergang in der Nordischen Mythologie - und damit ist auch das Ragnarök Festival treffend beschrieben, zumindest aus der Sicht derer, denen harte Musik im Blut liegt. Das Festival anfang April konzentriert sich auf Pagan, Folk, Viking und Black Metal. 2013 werden unter anderemBands wie Eluveitie, Nocte Obducta, Carpathian Forest, Dornenreich und Vreid erwartet und bringen damit die häreste Setlist dieses Quartetts mit.

Sture Dingsøyr von Vreid in Paris 2007 (Foto: Vassil, CC-by-sa 3.0; Bildbeschreibung)